AKTUELLES

17. Juni 2021, 17.15 – 19:00 Uhr
Sabine Willmann kuratiert und moderiert die Veranstaltung
AG DOK TALK: Neue Initiativen – Debatte zu Herstellung und Vertrieb
quelle: dokville

Neue Initiativen

Dokumentarfilmer:innen suchen zunehmend neue Wege des Produzierens, der Finanzierung und der Auswertung auf alternativen Plattformen. Sabine Willmann, Filmemacherin, AG DOK Südwest spricht mit den beiden Dokumentarfilmerinnen Susanne Dzeik und Sandra Trostel. 

Seit Jahrzehnten wird über die Vielfalt dokumentarischer Formen, ihre Sichtbarkeit bei fairen Konditionen, über die Beteiligung der Filmemacher:innen an der Auswertung und über die gesellschaftliche Relevanz des Dokumentarfilms diskutiert. Im Frühjahr 2020 haben sich verschiedene Filmeschaffende zusammengeschlossen. Zwei dieser Initiativen sind docfilmpool e.V. und docfilm42 e.V.

docfilmpool 

Docfilmpool strebt Beteiligungsmodelle und innovative Wege auch bei der Teambildung an und widmet sich der Aufgabe, Projekte von Mitgliedern zu produzieren. Als eine erste kollektive Präsentationsform ist für die dort hergestellten Dokumentarfilme die interaktive Filmkarte CORONOGRAPHY entstanden, die beim DOK.fest München 2020 Premiere hatte.

docfilm42

Während bei docfilmpool Ko-Kreation und partizipative Ansätze in der Produktion verfolgt werden, spielt beim Verweisportal docfilm42 neben der Sichtbarkeit von Dokumentarfilmen auch der Archivgedanke eine große Rolle. Das Portal verlinkt zu Dokumentarfilmen im Netz, tritt dabei aber nicht in Konkurrenz zu Streamingdiensten. Die Bedeutung von Communities wächst.

Diese neuen Formen der Zusammenarbeit lassen den Ruf nach einem alternativen Lizenzrahmen laut werden. Welche Bedeutung haben Teilen und Remixen von Werken für unser kulturelles Verständnis? Wo liegt die Zukunft des Dokumentarfilms?

 

Teilnehmerinnen

Sandra Trostel (CORONOGRAPHY, Dokumentarfilm als öffentliches Kulturgut)

Susanne Dzeik (docfilmpool e.V., docfilm42 e.V.)

Kuratorin und Moderation: Sabine Willmann, Filmemacherin, AG DOK Südwest

Im Mittelpunkt der Arbeit von Sandra Trostel steht die Analyse aktueller und zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklungen durch die Digitalisierung, u.a. CORONOGRAPHY sowie Dokumentarfilm als öffentliches Kulturgut.

Susanne Dzeik ist Dokumentarfilmschaffende, mit Schwerpunkt regieführende Kamera. Seit 2020 ist sie Vorstands- und Gründungsmitglied sowohl von docfilmpool, als auch von docfilm42.  
 

Ein Panel der AG DOK Südwest im Rahmen von DOKVILLE 2021.

Zugang haben akkreditierte DOKVILLE Teilnehmer:innen.
AG DOK-Mitglieder erhalten bei Dokville ermäßigte Tickets
(halber Preis bei allen Ticketoptionen).

 

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08. Juni 2021, 19.00 – 20:30 Uhr
JOUR-FIX: “Docs for Democracy”
Informationsveranstaltung mit Beteiligten, Gästen und Expert*innen
Diejenigen von Euch, die in den letzten Wochen aufmerksam die Berichterstattung in den medienpolitischen Publikationen und vereinzelt auch den Tageszeitungen verfolgt haben, dürften bemerkt haben, dass der „Umbau“ im Bereich der öffentlich-rechtlichen Sender längst begonnen hat.
Die vergangene Mitgliederversammlung der AG-DOK und die teilweise heftige Kritik bereits im Vorfeld und die daraufhin weitgehend über die AG DOK Postlist ausgetragenen Debatte hat gezeigt, dass es offenbar noch einen großen Informations- und Gesprächsbedarf zu dem Innovationskonzept „Docs for Demcorcay“ gibt.
Dieses Bedürfnis möchten wir als docfilmpool gerne konstruktiv unterstützen und laden daher am: 
 
Dienstag, den 8. Juni 2021 um 19 Uhr 
zu einer Informationsveranstaltung mit Beteiligten, Gästen und Expert*innen.
Diese Veranstaltung ist ausdrücklich auch für Interessierte außerhalb unseres Vereins offen.
Keynotes:  Dr. Thorolf Lipp
Moderation: Tim van Beveren
 
Ort:  Zoom
Wir freuen uns über alle sachlichen Beiträge und eine konstruktive Diskussion.
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12. Mai 2021
Wechsel im Vorstand von docfilmpool e.V.
Die in Köln lebende Filmemacherin, Kamerafrau und Fotografin Angelika Huber verstärkt ab sofort den docfilmpool-Vorstand. Sie hat das Amt der Schatzmeisterin übernommen. 
Die ehemaligen Vorstandsmitglieder Frederice Klinge, Christina Stihler und Angela Zumpe sind von ihren Vorstandsämtern zurückgetreten.
Angelika Huber hat 1991 eine Ausbildung zur Fotografin an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München abgeschlossen.
Es folgte eine Zeit als freie Mitarbeitern beim Bayerischen Rundfunk im Bereich der Filmaufnahme. Von 1994 -99 studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg Kamera mit Schwerpunkt Dokumentarfilm.
Seitdem arbeitet sie als freie Kamerafrau, Filmemacherin und Fotografin für unterschiedliche Formate.
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Mitgliederversammlung am 11. Mai 2021
Am 11. Mai um 19 Uhr fand die erste jährliche und ordentliche Mitgliederversammlung seit unserer Gründung im vergangenen Jahr statt.
Leider, wie schon zuvor und Corona-bedingt nur virtuell in unserem Zoom-Raum.
Die Co-Vorsitzenden Susanne Dzeik und Oliver Eckert führten durch die satzungsgemäß einberufene und beschlussfähige Versammlung.
Die Tagesordnung umfasste:
1.       Bericht und Entlastung des Vorstands für das vergangene Jahr
1.1.    Finanzbericht, Bericht der Finanzprüfer*in
1.2.    Rücktritte aus dem Vorstand
1.3.    Entlastung der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder 
2.       Wahl zusätzlicher neuer Mitglieder in den Vorstand 
3.       Wahl der Kassenprüfer*in 
4.       Weiteres
– Ausblick auf neue Aktivitäten wie Koproduktionen
darin: Pläne für weitere Projekte
darin: Think Tank für co-kreative Projekte
Zu Beginn erläuterte der aktive Vorstand die Tätigkeiten im vergangenen Jahr und die finanzielle Entwicklung des Vereins anhand des vorliegenden Vereinsjahresberichts.
Die Vereinskassenprüfung für das vergangene Jahr stellte eine einwandfrei Beleg- und Kassenführung fest. 
Die Vorstandsmitglieder Frederice Klinge (Schatzmeisterin), Christina Stihler und Angela Zumpe hatten den Vorstand davon in Kenntnis gesetzt, dass sie u.a. wegen hoher beruflicher Beanspruchung bzw. dem Wunsch nach verstärkter Fokussierung auf eigene Projekte nicht mehr die für die Vorstandsarbeit notwendige Zeit aufbringen können und waren daher aus dem Vorstand aus eigenem Wunsch zurückgetreten.
Gemäß der Geschäftsordnung des Vorstandes wurde das Amt der Schatzmeisterin von Frederice bereits seit dem vergangenen Jahr kommissarisch von Oliver Eckert und Tim van Beveren vertreten.
Sodann wurden die scheidenden Vorstandsmitglieder durch Mehrheitsbeschluss entlastet. 
Im Anschluss ging es um die Neubesetzung des Vorstandes, insbesondere der Schatzmeisterin. Hier hatte sich erfreulicherweise Angelika Huber zur Wahl gestellt und wurde auch einstimmig bei einer Enthaltung gewählt.
Als neue Kassenprüfer*in für das laufende Geschäftsjahr wurden Christine Daum-Faber und Cay Wesnigk gewählt.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wies der Vorstand noch einmal darauf hin, dass sich docfilmpool zukünftig stärker auch im Bereich von Produktionen und Co-Produktionen, hier insbesondere bei umsetzungsreifen Projekten seiner Mitglieder betätigen möchte. Gemäß § 2 Abs. 3 unserer Satzung gehören „Produktionen, Co-Produktionen und die Akquise von Mitteln zur Durchführung von Filmprojekten“ zu den originären Bestandteilen unseres Vereinszwecks. Hier möchten wir, da wo möglich, die sich aus solchen Produktionstätigkeiten ergebenden Synergien eben auch für die Projekte weiterer Mitglieder nutzen.
Wir möchten daher an dieser Stelle noch einmal erinnern, dass jedes Mitglied jederzeit sein Projekt dem Vorstand unterbreiten kann und wir dann gemeinsam überlegen, wie dieses am besten umgesetzt werden kann. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Verein auch als Antragssteller bei Fördergremien, Stiftungen und anderen Finanziers auftreten kann. 
Ein Antrag auf Produktionsförderung für einen programmfüllenden Dokumentarfilm wurde bereits gestellt.
Darüber hinaus berichtete der Vorstand über die Tätigkeiten der verschiedenen Arbeitsgruppen „Gesundheit“ und „Ökonomie“, sowie docfilmpools Aktivitäten auf internationaler Ebene, hier u.a. in Südamerika und dem intensiven Austausch mit Producern und ehemaligen Commissioning Editors in den USA und Kanada.
Derzeitig bereitet die Gruppe “Ökonomie” einen Rechercheantrag vor, um sich tiefergehend mit den Folgen der Pandemie auf das Finanzsystem und alternativen Wirtschaftsformen zu beschäftigen.
Außerdem unterstützt docfilmpool ein von der UNO initiiertes Videofilmprojekt von Kindern und Jugendlichen, dass sich anlässlich des Weltklimagipfels in Glasgow mit Aspekten des Klimawandels befasst. Ansprechpartner hierfür ist Jörg Altekruse.
Schließlich entsteht auch weiterhin noch das Projekt „Five Eyes“ (Angela Zumpe, Gerburg Rohde-Dahl, Oliver Eckert, Christina Stihler und Jörg Altekruse), dass nun als Podcast angelegt ist und demnächst online gehen soll.
Last not least unterstützt docfilmpool die Initiative „Docs for Democracy“, die in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung der AG DOK für Kontroversen gesorgt und weiteren Diskussionsbedarf aufgezeigt hat.
Der docfilmpool-Vorstand sieht in der Initiative ein großes Potential und hat sich deshalb auch aktiv in der diesbezüglichen Arbeitsgruppe eingebracht.

 

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