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docfilmpool tritt erstmalig als Produzent in Erscheinung

Zum Einreichtermin auf Produktionsförderung am 15. April 2021 aus Mitteln der Filmförderung der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat docfilmpool einen ersten Förderantrag als Produzent gestellt.

Gemeinsam mit den Filmemacher*innen Kyra Steckeweh und docfilmpool- Mitglied Tim van Beveren beabsichtigt docfilmpool einen programmfüllenden Dokumentarfilm über das Leben und Wirken der Komponistin Dora Pejačević (1885-1923) zu realisieren. Die herausragende Künstlerin ist heute nahezu vergessen, aber – wie wir finden – zu Unrecht. Denn sie steht exemplarisch für eine europäische und eng mit Deutschland verknüpfte Geschichte vor, während und nach dem 1. Weltkrieg. Der Film recherchiert die Geschichte dieser außergewöhnlichen Frau, ihrer Musik und verdeutlicht dabei auch ihre Rolle zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, musikalischen Werken und einer erstaunlich modernen Selbstbehauptung (weitere Informationen zum Film unter: dora-pejacevic.com).

Gedreht wird an Originalschauplätzen in Hamburg, Berlin, Leipzig, Dresden, München, Wien sowie in Kroatien und der Tschechischen Republik. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 geplant, danach soll die deutschsprachige Version des Films durch den Berliner Filmvertrieb MISSING FILMS und eine serbo-kroatische Sprachfassung durch DISCOVERY d.o.o in Zagreb in die Kinos gebracht werden. An einer TV-Version des Films haben sowohl die Kulturredaktionen des Bayerische Rundfunk als auch der Mitteldeutsche Rundfunk ihr Interesse bekundet. Konkret unterstützt wird die Produktion darüber hinaus von Deutschlandfunk Kultur, Steinways & Sons – Berlin und seiner Exzellenz dem kroatischen Botschafter in Berlin, Herrn Gordon Bakota.

Die Wiederentdeckung unbekannter historischer Komponistinnen zu fördern ist seit einigen Jahren das Bestreben der Filmemacher*innen, der Leipziger Pianistin Kyra Steckeweh und des Berliner Filmemachers Tim van Beveren. Bereits 2018 haben sie den vollkommen eigenfinanzierten Dokumentarfilm »Komponistinnen« (D 2018, 95 Min., FSK 0) realisiert und in die Kinos gebracht. Diese Produktion ist die Erste ihrer Art und erhielt drei Auszeichnungen in den USA, wo sie seit Anfang März 2021 auch in den Kinos zu sehen ist. Im vergangenen Oktober wurde der Film in Deutschland mit dem OPUS KLASSIK 2020 als beste audiovisuelle Musikproduktion ausgezeichnet.

docfilmpool möchte seinen Mitglieder*innen und auch darüber hinaus die Möglichkeit geben unabhängige Dokumentarfilme zu realisieren. Bei den Produktionen besteht die Möglichkeit, Positionen des Produktions-, Regie-, Kamera- und Postproduktionsstabes mit weiteren Mitgliedern des Vereins zu besetzen. So kann das vielfältige Know-How der Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen in eine Produktion einfließen, als gegenseitige Unterstützung bei der Umsetzung. Darüber hinaus ermöglicht die Zusammenarbeit der deutschlandweit ansässigen Mitglieder*innen, auch in Zeiten von erschwerten Produktionsbedingungen wie z.B. der anhaltenden COVID-19-Pandemie, dass ein Projekt dennoch und auch im Rahmen immer engerer Budgets erfolgreich umgesetzt werden kann.

 

 

 

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